Zwischen Leben und Tod

Welche Erfahrungen gibt es, wenn Menschen an der Schwelle vom Leben zum Tod stehen und dann doch den Weg zurück in das irdische Leben finden? Diese Erlebnisse bezeichnet man oft Nahtoderfahrung, und sie waren ein Fortbildungsthema der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Ökumenischen Hospizdienstes Königswinter e.V.- "Ölberg".

Drei Ehrenamtliche und die Koordinatorin des Hospizdienstes hatten sich anhand von unterschiedlicher Literatur eingehend auf dieses Thema vorbereitet. Allein in Deutschland können demnach 3,4 Millionen Menschen von Nahtoderfahrungen aus eigenem Erleben berichten. Dazu gehört auch eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hospizdienstes Königswinter. Sie berichtete, dass sie den Weg zurück ins Lebens fand, weil sie trotz der angenehmen Gefühle, der wunderbaren Geborgenheit und der geradezu übersinnlichen Klänge auch spürte, dass sie von ihrer Familie mit kleinen Kindern hier auf Erden dringend gebraucht wurde. Diese Erfahrung deckt sich mit Berichten aus der Literatur. Oft bringen diese Erlebnisse tief wirkende Erkenntnisse über das bisherige Leben und Hinweise auf seine weitere Gestaltung mit sich. Manchmal bleibt bei diesen Menschen auch eine Sehnsucht nach dem "Hinübergelangen" bestehen.

Die Erlebnisse an der Schwelle zwischen Leben und Tod beschäftigen die Menschheit in den unterschiedlichen Kulturen seit Jahrtausenden, und so kann das Thema an einem Abend nur andeutungsweise erörtert werden. Für die Hospizmitarbeiter bleibt speziell die Frage: Wie gehen wir in unserer ambulanten Sterbe- und Trauerbegleitung mit diesem Thema um? Hospizarbeiter werden sich in weiteren Schulungen oder auch bei Supervision damit beschäftigen. Denn Hospizmitarbeiter möchten Menschen, besonders schwerstkranke und sterbende, in ihrer Ganzheit betrachten und respektieren und Berichte über Nahtoderfahrung keinesfalls als Phantasterei abtun.

Wenn Sie sich über die ambulante Hospizarbeit in Königswinter näher informieren wollen kontaktieren Sie bitte die Koordinatorin Rita Schmitz.


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